Arbeitsrecht -> Versetzungen

Versetzungen werden in der Regel vom Arbeitgeber "kalt" durchgeführt, d.h., dass der Arbeitgeber von seinem vermeintlichen Direktionsrecht Gebrauch macht und dem Arbeitnehmer schlicht und einfach neue Arbeiten oder neue Tätigkeitsbereiche zuweist.

Nicht in jedem Fall muss ein Arbeitnehmer die Zuweisung eines neuen Tätigkeitsbereiches/eine Versetzung akzeptieren. Es kommt entscheidend auf den Inhalt des Arbeitsvertrages an und darauf, welche Tätigkeitsbezeichnung der Arbeitsvertrag enthält.

Wird eine Versetzung schlicht akzeptiert oder werden die zugewiesenen Arbeiten/ "Aufgabengebiete" über einen längeren Zeitraum hinweg vorbehaltlos übernommen, so kann sich der Arbeitsvertrag konkludent ändern. Dann wird die neue Tätigkeit Inhalt des Arbeitsvertrags. Das kann sehr gefährlich werden, weil damit möglicherweise Abgruppierungen die Folge sein können oder die Abteilung, in die versetzt worden ist, möglicherweise geschlossen wird.

Versetzungen oder auch Abmahnungen werden von Arbeitgebern gern auch als Druckmittel eingesetzt, um Kündigungen vorzubereiten oder Arbeitnehmer zum Abschluss eines Auf-hebungsvertrages zu veranlassen.

Konsultieren Sie bei einer Änderung des Aufgabengebiets auf jeden Fall den Rechtsanwalt! Sie müssen Ihre Rechte kennen, damit der Arbeitgeber Ihre Zustimmung einholt.

Sie müssen auch deshalb Ihre Rechts kennen, um im Fall einer Abmahnung, einer Kündigung oder der Vorlage eines Aufhebungsvertrages nicht unvorbereitet zu sein.